Der Dodo und sein Leben

- Abbildung aus „The New Student´s Referene Work“ (1914)
Höchstwahrscheinlich kamen die Vorfahren des Dodos über inzwischen untergegangene Inselketten aus Asien auf die im Indischen Ozean abgelegenen Maskaren-Inseln Mauritius, La Réunion und Rodrigues. Dabei passten sich die Vögel den Gegebenheiten der Inseln an. Muskeln und Flügel entwickelten sich zurück und aus den Flugfedern bildete sich ein leichtes Flaumenkleid. Die Dodos ernährten sich von Früchten, Beeren und anderen Pflanzenteilen. Durch ihren gewaltigen Hakenschnabel konnten sie besonders harte Früchte aufknacken, wie zum Beispiel die Früchte des Calavaria Baumes. Forscher, wie der Biologe David Quammen fanden heraus, dass es nach dem Aussterben des Dodos von dem Calavaria Baum keine Jungpflanzen mehr gab. Kein anderes Tier konnte die harte Schale der Früchte knacken. David Quammen stellte die These auf, dass das Ende des Dodos auch das Ende des Gleichgewichts der Umwelt auf diesen Inseln bedeutete.
Da der Dodo keine Feinde hatte und sie dadurch nie gelernt hatten, sich vor etwas zu verstecken oder die Flucht zu ergreifen, war es für die damaligen Seefahrer ein Leichtes, diese ungewöhnlich fetten Vögel zu fangen. Im Gegenteil, der Dodo war den Seefahrern mit seiner kindlichen Unbekümmertheit und großer Neugier entgegen getreten, was es den Jägern noch leichter machte. Da die Insel immer mehr zur Bezugsquelle für Frischfleisch wurde, brachten die Seefahrer auch natürliche Feinde wie Ratten, Nutztiere oder Haustiere mit auf die Insel, Doch der größte Feind war der Mensch selbst, der sich einen Spaß daraus machte, diese unbeholfenen Tiere zu fangen.